Lage für Lage
· Von Selina Leichtle · Immobilienmarketing modern gedacht
Ein Immobilienvideo bekommt mehrere Tausend Aufrufe. Die Likes steigen, das Haus wird fleißig gespeichert.
Sieht erst einmal gut aus. Aber ist die Vermarktung deshalb erfolgreich?
Aufmerksamkeit ist ein guter Anfang. Ob daraus eine passende Kaufanfrage entsteht, ist die nächste Frage.
Genau darauf schaue ich im Immobilienmarketing. Denn ein schönes Ergebnis auf Instagram und ein gutes Ergebnis für den Eigentümer sind nicht automatisch dasselbe.
Eine Immobilie muss gesehen werden, damit sich jemand dafür interessieren kann. Deshalb ist Reichweite wichtig.
Aber es macht einen Unterschied, wen wir erreichen.
Ein Haus in Fischach kann Menschen aus der Region ansprechen, die mehr Platz suchen. Eine vermietete Wohnung in Augsburg ist möglicherweise für Kapitalanleger interessant. Lage, Preis und Eigenschaften bestimmen, zu wem das Angebot passen könnte.
Eine große Zahl unter einem Beitrag zeigt zunächst nur, dass er ausgespielt oder angesehen wurde. Ob die erreichten Menschen tatsächlich als Käufer infrage kommen, lässt sich daraus allein nicht ablesen.
Deshalb beginne ich bei der Immobilie und ihrer Zielgruppe – und leite daraus die Vermarktung ab.
Ich kenne das selbst: Man sieht eine schöne Küche, einen tollen Garten oder eine besondere Einrichtung und drückt auf „Gefällt mir“.
Deshalb möchte man das Haus noch lange nicht kaufen.
Auch ein gespeicherter Beitrag kann vieles bedeuten: echte Immobiliensuche, Einrichtungsidee oder einfach Inspiration.
Diese Reaktionen sind trotzdem hilfreich. Sie zeigen, welche Inhalte Aufmerksamkeit wecken. Für die Bewertung einer Verkaufsstrategie brauche ich aber weitere Informationen.
Rufen Menschen das vollständige Angebot auf? Stellen sie konkrete Fragen? Passen ihre Vorstellungen zur Immobilie?
Erst daraus ergibt sich ein aussagekräftigeres Bild.
Ein Beitrag hat Interesse geweckt. Jemand möchte mehr wissen. Und dann?
Jetzt sollte der Weg einfach sein: zum vollständigen Angebot, zu verständlichen Informationen und zu einer gut erreichbaren Kontaktmöglichkeit.
Wenn Interessenten nach dem Klick erst lange suchen müssen, fehlen wichtige Angaben oder funktioniert das Formular auf dem Smartphone nicht, kann Interesse verloren gehen.
Deshalb gehört für mich auch die Seite hinter dem Beitrag zur Vermarktung.
Der erste Eindruck und die weiteren Informationen müssen zusammenpassen.
Zeigt das Video ein ruhig gelegenes Familienhaus, sollte das Angebot diese Erwartung nachvollziehbar einordnen. Bilder, Text und tatsächliche Eigenschaften müssen ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Ich möchte verstehen, an welcher Stelle die Vermarktung funktioniert und wo wir genauer hinsehen müssen.
Viele Klicks ohne Anfragen sind deshalb ein Anlass zur Prüfung. Vielleicht fehlen Informationen. Vielleicht passt die Ansprache nicht. Vielleicht liegt es am Preis oder an einer Eigenschaft der Immobilie.
Das lässt sich nicht allein aus einer einzigen Kennzahl ableiten.
Und auch die Frage „Wie haben Sie von der Immobilie erfahren?“ ist hilfreich. Manche Interessenten sehen ein Angebot zuerst auf Instagram und melden sich später über die Website oder ein Immobilienportal.
Ich freue mich über einen Beitrag, der gut ankommt. Natürlich.
Für unsere Eigentümer möchte ich aber vor allem eine Vermarktung gestalten, die passende Interessenten erreicht und ihnen die Entscheidung erleichtert, Kontakt aufzunehmen.
Dafür müssen Präsentation, Informationen, Kontaktweg und die Immobilie selbst zusammenpassen.
Marketing kann Besonderheiten sichtbar machen und Interesse wecken. Einen unpassenden Angebotspreis oder fehlende Unterlagen gleicht es nicht beliebig aus.
Mein Anspruch: Wir schauen über die schönen Zahlen hinaus und prüfen, was sie für die Vermarktung tatsächlich bedeuten.
Ob Haus in Fischach oder Eigentumswohnung in Augsburg: Jedes Objekt braucht eine durchdachte Präsentation und einen nachvollziehbaren Weg von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Anfrage.
Sie zeigen, dass ein Beitrag Reaktionen auslöst. Ob daraus ernsthaftes Kaufinteresse entsteht, muss anhand weiterer Ergebnisse wie Angebotsaufrufen, konkreten Anfragen und Rückmeldungen beurteilt werden.
Beides erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Reichweite schafft Sichtbarkeit. Konkrete, zum Angebot passende Anfragen zeigen stärker, ob daraus Kaufinteresse entsteht.
Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Preis, Lage oder Ausstattung können nicht passen. Ebenso können Informationen fehlen oder der Kontaktweg unnötig kompliziert sein. Die Ursache muss im Einzelfall geprüft werden.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Kanäle erreichen Menschen in unterschiedlichen Situationen und können sich ergänzen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Immobilie und der Vermarktung ab.
Nein. Es kann die Sichtbarkeit und Präsentation verbessern. Für einen Verkauf müssen zusätzlich unter anderem Preis, Immobilieneigenschaften und Käufernachfrage zusammenpassen.
Wir verbinden Immobilienbewertung mit einer durchdachten Vermarktung. Lassen Sie uns besprechen, welche Präsentation und welche Kanäle zu Ihrer Immobilie passen.